Nothing-Over-Ears sind inzwischen nicht mehr nur Einstiegs- und Mittelklasse. Der Headphone (1) Pro ist die Pro-Linie, die unverbindliche Preisempfehlung in Hongkong liegt bei HK$3,299, erhältlich in Schwarz und Weiß; unser Unboxing-Modell ist weiß. Die offiziellen Verkaufsargumente konzentrieren sich auf drei Dinge: drei Treiber pro Seite, bis zu 10 Mikrofone und 46 dB aktive Geräuschunterdrückung sowie ein Flat EQ, der gemeinsam mit den Londoner Metropolis Studios abgestimmt wurde.

Produktspezifikationen
- Produkt: Nothing Headphone (1) Pro
- Klang: Drei-Treiber-Antrieb (Bass/Präzision/Höhen aufgeteilt; laut Hersteller reicht der Frequenzbereich bis zu einem Hochtöner der 40-kHz-Klasse)
- Zertifizierung: kabellos und kabelgebunden Hi-Res Audio; USB-C kabelgebunden bis zu 24 Bit/192 kHz
- Aktive Geräuschunterdrückung: 10 Mikrofone; laut Hersteller bis zu 46 dB; adaptives ANC + Transparenzmodus
- Spatial Audio: dynamisches Spatial Audio + Head Tracking (in der App Szenen wie Studio B, Live House, Concert Hall)
- Klangabstimmung: Metropolis Studios Flat EQ; außerdem britische Genre-EQ-Profile; Nothing X Advanced EQ/Personal Sound
- Gehäuse: präzisionsgefrästes Aluminium + Titanlegierungs-Bügel; 9H Panda kratzfestes Glasfenster
- Ohrpolster/Kopfbügel: doppelschichtige Ohrpolster (laut Hersteller 50 % weicher als Headphone (1)); Kopfbügel 10 % breiter, Polsterung 12 % dicker
- Bedienung: Drehrad, Wippschalter, anpassbare Taste, Flat-EQ-Schalter
- Schutz: IP52
- Telefonie: Clear Voice (beidseitig je zwei Mikrofone für Umgebungsgeräusche)
- Teilen: Auracast-Broadcast
- System: iOS + Android; Google Fast Pair, Microsoft Swift Pair, Apple MFi
- Bluetooth: Bluetooth 6.1; Verbindung mit zwei Geräten gleichzeitig; App kann niedrige Latenz aktivieren; Trageerkennung
- Akkulaufzeit: bis zu 68 Stunden ohne ANC; 5 Minuten Schnellladen für ca. 4 Stunden Wiedergabe (Herstellerangabe)
- Lieferumfang: Kopfhörer, Hardcase mit Trageschlaufen-Öse, 3,5-mm-Audiokabel, USB-C-Kabel, Schnellstartanleitung
- Farbe: Schwarz/Weiß
- Unverbindliche Preisempfehlung Hongkong: HK$3,299
Unboxing: Hardcase umschließt nur die Ohrmuscheln, Kopfbügel dient als Griff
Geschlossen sieht die Box wie ein flaches, rundes weißes Hardcase aus, in dessen Mitte klein NOTHING aufgedruckt ist. Die beiden Ohrmuscheln werden von der Schale umschlossen, der gesamte Kopfbügel liegt außen frei und wirkt mit seiner Wölbung wie ein Tragegriff. Das unterscheidet sich von der Lösung, den ganzen Kopfhörer in die Box zu stopfen; unterwegs bestimmt im Wesentlichen das Volumen der beiden Ohrmuschelschalen die Größe.

Geöffnet zeigt sich innen eine mattschwarze Formschale, deren beide Mulden auf die Ohrmuscheln ausgerichtet sind; in der Mitte verläuft ein Metallscharnier. Die Ohrmuscheln müssen flach gedreht werden, damit sie sicher sitzen. Auf den Fotos der leeren Box ist keine separate Aufnahme für das 3,5-mm- oder USB-C-Kabel zu erkennen – die Kabel müssen separat verstaut werden und haben im Case keinen eigenen Platz.


Gehäuse: Glasfenster zeigt die drei Treiber, Metallrahmen + schwarze Polster
Bei der weißen Version besteht der äußere Rahmen der Ohrmuschel aus mattem Silbermetall, außen ist ein halbtransparentes Glasfenster eingelassen. Durch das Fenster ist die runde Treiberstruktur zu sehen, daneben der Punktmatrix-Schriftzug „NOTHING Headphone (1) Pro“; die rechte Seite trägt ein kleines rotes Quadrat, die linke ein weißes, sodass links und rechts auf einen Blick zu unterscheiden sind. Laut Hersteller führt das Glas die transparente Designsprache fort und lässt die Drei-Treiber-Architektur durchscheinen.



Die Ohrpolster sind dick, schwarz und lederartig, in der Mitte mit schwarzem Mesh; die Außenseite des Kopfbügels ist weiß, die Kopfseite besteht aus einem langen schwarzen Polster. Im Vergleich zum Headphone (1) nennt der Hersteller: doppelschichtige Ohrpolster mit 50 % mehr Weichheit, 10 % breiterer Kopfbügel, 12 % dickere Polsterung, außerdem wird die Verträglichkeit mit Brillen erwähnt. Der Titanlegierungs-Bügel soll zudem 45 % leichter als bei der vorherigen Generation sein.


Physische Tasten und Anschlüsse: Drehrad, Wippschalter, Flat, USB-C und 3,5 mm
Nothing setzt bei Over-Ears traditionell auf physische Tasten und nicht auf Touchflächen. Auf den Bildern sind zu sehen: an der Seite der Ohrmuschel ein Flat-EQ-Schalter und eine runde Taste; an der Innenseite der Ohrmuschel eine pillenförmige Taste mit Bluetooth-Symbol; an der Unterkante der Ohrmuschel ein Power-Schiebeschalter (im ausgeschalteten Zustand mit roter Kante), eine Kontrollleuchten-Öffnung, USB-C und eine 3,5-mm-Buchse. Laut Hersteller regelt das Drehrad die Lautstärke, drückt man es, wird die Wiedergabe pausiert, langes Drücken wechselt zwischen ANC und Transparenz; der Wippschalter wechselt Titel, langes Drücken spult vor, er nimmt Anrufe an und lehnt sie ab; die runde Taste lässt sich in der App anpassen; der Flat-Schalter wechselt zwischen gewohntem EQ und Flat.



Kabelgebunden geht es entweder analog über 3,5 mm oder digital über den USB-C-Anschluss, der auch zum Laden dient; laut Hersteller unterstützt USB-C bis zu 24 Bit/192 kHz, kabellos und kabelgebunden liegt eine Hi-Res-Audio-Zertifizierung vor. Wer ohne Bluetooth Originaldateien hören möchte, hat damit beide Wege.
Drei Treiber, Metropolis Flat EQ und Nothing X
Der Hersteller beschreibt die Aufteilung der drei Treiber sehr genau: Jeder Treiber übernimmt einen Frequenzbereich und zusammen liefern sie Bass, Stimmen und Staffelung. Die Höhen reichen bis zu einem xMEMS-Treiber (laut Herstellerangaben wird der extrem hohe Frequenzbereich abgedeckt). Kabellos und kabelgebunden ist Hi-Res vorhanden; wer es noch neutraler möchte, drückt die Flat-Taste am Gehäuse und wechselt zum von Metropolis Studios abgestimmten Flat EQ, den der Hersteller als neutrale Einstellung fürs kritische Hören, Produzieren und Mischen positioniert. In der App gibt es außerdem britische Genre-Profile, Advanced EQ (mit verschiebbaren Punkten und sogar getrennter Treibersteuerung) sowie das Personal-Sound-Hörprofil.
Als wir die App verbanden, zeigte das Gerät Flat EQ · On und einen Akkustand von etwa 65 %, außerdem einen Hinweis auf ein Firmware-Update. Das ANC-Panel bietet die drei Zustände Noise Cancellation, Transparency und Off. Auf den Funktionskarten darunter sind die Spatial-Audio-Szenen Studio B, Live House und Concert Hall sowie Personal Sound, Equalizer, Broadcast Audio (Auracast) und Controls zu sehen.


Unter Device Settings stand High-quality audio damals auf AAC, die Oberfläche weist darauf hin, dass LDAC nur funktioniert, wenn das Smartphone/Tablet es selbst unterstützt; Over-ear detection war aktiviert, beim Abnehmen wird die Wiedergabe gestoppt. Auf der Controls-Seite lassen sich das Verhalten der runden Taste und des Drehrads ändern: zum Beispiel einfacher Druck für den Sprachassistenten, Drehrad für die Lautstärke, langes Drücken für die Geräuschunterdrückung; der Wippschalter ist für Titelwechsel und Anrufe zuständig. Der Flat-Schalter sitzt laut App an der linken Ohrmuschel.



Geräuschunterdrückung, Telefonie, Konnektivität und Akkulaufzeit
Bei der Geräuschunterdrückung kommen pro Seite 3 Feedforward- und 2 Feedback-Mikrofone zum Einsatz, insgesamt 10 Mikrofone; eine neue 8-mm-Silikon-Isolierwand reduziert Leckagen, dazu kommen die doppelschichtigen Ohrpolster; adaptives ANC passt sich an Umgebung und Sitz an, der Transparenzmodus lässt Außengeräusche und Stimmen durch. Für Telefonate sorgt Clear Voice, pro Seite verarbeiten zwei Mikrofone die Umgebungsgeräusche. Die Verbindung läuft über Bluetooth 6.1, zwei Geräte können gleichzeitig verbunden werden, die App bietet einen Modus mit niedriger Latenz; außerdem wird Auracast-Broadcast unterstützt. Die Akkulaufzeit gibt der Hersteller mit bis zu 68 Stunden ohne ANC an, 5 Minuten Schnellladen reichen für etwa 4 Stunden; Schutzart IP52.
Wie wir das Pro-Modell sehen
Der Headphone (1) Pro häuft auf dem Datenblatt die übliche Liste von Flaggschiff-Over-Ears an – drei Treiber, hochauflösende kabelgebundene Dekodierung, Multi-Mikrofon-ANC, Studio-Flat, physische Tasten, Auracast, lange Akkulaufzeit – und bewahrt mit Glasfenster und Metallrahmen die Wiedererkennbarkeit von Nothing. Die Aufbewahrungsbox schützt nur die Ohrmuscheln, der Kopfbügel bleibt außen; vor dem Mitnehmen sollte man den Platz in der Tasche genau ausmessen; auch für die Kabel muss man selbst einen Platz finden.
Vor dem Kauf ist das Wichtigste, den Sitz auszuprobieren: Stimmt die Abdichtung nicht, verändern sich Bass und ANC-Wirkung. In der App lassen sich EQ und Spatial-Szenen ausprobieren, ob die werksseitige Abstimmung zum eigenen Ohr passt, muss man jedoch über mehrere Tage selbst hören. Der Hongkonger offizielle Preis liegt bei HK$3,299, erhältlich in Schwarz und Weiß.
Vorteile
- Drei Treiber + Hi-Res (kabellos/kabelgebunden) + USB-C bis zu 24 Bit/192 kHz, die Ausstattung richtet sich an Musikgenuss und Produktion gleichermaßen
- Flat EQ am Gehäuse (Metropolis) sowie Advanced EQ/Personal Sound in der App, viele Abstimmungswege
- Physisches Drehrad, Wippschalter und Flat-Taste, kein Touchpad nötig
- Gleichzeitig 3,5 mm und USB-C kabelgebunden; Auracast, zwei Geräte, Bluetooth 6.1
- Laut Hersteller bis zu 68 Stunden Akkulaufzeit ohne ANC, zusätzlich Schnellladen; IP52
Nachteile
- Das Hardcase umschließt nur die Ohrmuscheln, der Kopfbügel bleibt außen; auch innen gibt es keine eigenen Kabelfächer, Transportvolumen und Verstauung muss man selbst abwägen
- Viele verschiedene physische Tasten, man muss sich merken, welche was macht; die Anpassungsoptionen sind zudem begrenzt
- Sitz/Abdichtung beeinflussen Klang und ANC-Wirkung; wer eine Brille trägt oder bei dem die Kopfform nicht passt, muss eventuell mehrere Positionen ausprobieren
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