Bei Foldables wurde jahrelang von „dünn" gesprochen – beim HONOR Magic V6 ist dieses Versprechen endlich eingelöst: ausgeklappt gerade einmal 4,0 mm, zusammengeklappt 8,75 mm, Gesamtgewicht 219 g (bei uns in der Farbvariante Snow White). In der Hand fühlt es sich kaum anders an als ein herkömmliches Flaggschiff-Smartphone – das alte Vorurteil vom klobigen Foldable ist damit endgültig passé.
Bei uns im Test ist die Version in Snow White mit goldenem Rahmen, Modell PNM-N49, mit Snapdragon 8 Elite Gen 5, 16 GB + 512 GB und einem 6660-mAh-Silizium-Kohlenstoff-Akku. Es läuft mit MagicOS 10 (Android 16) und unterstützt IP68 sowie IP69 für Wasser- und Staubschutz. Die unverbindliche Preisempfehlung in Hongkong liegt bei HK$13.999 für die 512-GB-Version und HK$15.699 für die 1-TB-Version. Wir haben das Gerät einen Monat lang ausgiebig getestet und gehen Gehäuse, Display, Leistung, Akkulaufzeit und Kamera Schritt für Schritt durch.
Produktspezifikationen
- Abmessungen: Aufgeklappt 145,6 × 156,7 × 4,0 mm (Snow White) / 4,1 mm (andere Farben); zusammengeklappt 74,5 mm breit, 8,75 mm dick (Snow White) / 9,0 mm (andere Farben)
- Gewicht: ca. 219 g (Snow White) / 224 g (andere Farben)
- Innendisplay: 7,95 Zoll faltbares OLED, 2352 × 2172, 1,07 Milliarden Farben, HONOR UTG schlagfestes Glas, HDR-Spitzenhelligkeit 5000 nits
- Außendisplay: 6,52 Zoll OLED, 2420 × 1080, HONOR Black Diamond Display, HDR-Spitzenhelligkeit 6000 nits
- Augenschutz: 4320 Hz PWM flimmerfreie Dimmung, KI-Defokus-Augenschutz, Natural Tone Display
- Prozessor: Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 5, Octa-Core (2× 4,6 GHz + 6× 3,6 GHz), GPU Adreno 840
- System: MagicOS 10 (basierend auf Android 16)
- Speicher: 16 GB + 512 GB / 16 GB + 1 TB (plus 16 GB Honor RAM Turbo virtueller Arbeitsspeicher)
- Rückkameras: 50 MP Ultraweitwinkel (f/2.2) + 50 MP Weitwinkel (f/1.6, OIS) + 64 MP Telekamera (f/2.5, OIS); 3-fach optischer Zoom, 100-fach Digitalzoom; 4K-Videoaufnahme
- Frontkameras: 20 MP (f/2.2), je eine im Innen- und Außendisplay
- Akku: 6660 mAh (typisch), 80 W HONOR SuperCharge kabelgebunden, 66 W kabelloses Schnellladen
- Schutzart: IP68 & IP69
- Netzwerk: 5G, Wi-Fi 7 (802.11be, 2,4 / 5 / 6 GHz), Bluetooth 6.0, HONOR C1+ HF-Verstärkungschip, HONOR E2 Energieeffizienz-Chip
- SIM: Dual Nano SIM / SIM + eSIM / Dual eSIM; NFC
- Sensoren: Fingerabdrucksensor im Display, Infrarot-Fernbedienung, L1 + L5 Dualband-GPS
- Lieferumfang: Smartphone, 80-W-Ladegerät, USB-C-Kabel, Kurzanleitung, SIM-Nadel, Schutzfolie fürs Innendisplay (aufgebracht), Garantiekarte, PU-Schutzhülle
- Preis: HK$13.999 (16 GB + 512 GB) / HK$15.699 (16 GB + 1 TB)
4 mm ausgeklappt, 219 g in der Tasche – endlich fühlt sich ein Foldable wie ein normales Smartphone an
Die Farbvariante Snow White wirkt zurückhaltend und trotzdem hochwertig. Die Rückseite besteht aus einem Fasermaterial mit feiner Textur, das je nach Lichteinfall ein dezentes Karomuster zeigt – rutschfest und unempfindlich gegen Fingerabdrücke. Der goldene Metallrahmen harmoniert mit dem achteckigen Kameraring; das gesamte Gerät sieht edel, aber nicht überladen aus. Das eigentliche Highlight ist jedoch die Dicke: zusammengeklappt 8,75 mm, in der Hand kaum von einem herkömmlichen Smartphone zu unterscheiden. Aufgeklappt sind es nur 4,0 mm – auf dem Tisch liegt es fast wie eine Glasscheibe.



Trotz des schlanken Gehäuses fehlt kein Knopf und kein Anschluss. Die Power-Taste mit Fingerabdrucksensor sitzt zusammen mit der Lautstärkewippe an der rechten Seite – egal ob zugeklappt oder aufgeklappt ist beides gut erreichbar. Unten finden sich USB-C, Lautsprecher und SIM-Slot; die Lautsprecher an Ober- und Unterseite ergeben zusammen Stereo-Sound.



Das Kameramodul ist ein nahezu runder achteckiger Goldring, innen drei Linsen im 2×2-Raster samt Blitz, darunter der Schriftzug AIMAGE. Der Buckel hält sich angenehm zurück. Mitgeliefert wird ein farblich passendes PU-Case, dessen Kameraring sich hochklappen lässt und so als Ständer dient – praktisch zum Videoschauen und Tippen.



7,95-Zoll-Innendisplay und 6,52-Zoll-Außendisplay – die Falznaht ist so unauffällig, dass man sie kaum bemerkt
Das Außendisplay ist 6,52 Zoll groß mit 2420 × 1080 Pixeln, bietet ein hohes Screen-to-Body-Verhältnis und lässt sich mit einer Hand etwa so nutzen wie ein herkömmliches Smartphone – Nachrichten, Fahrzeit-Anzeigen oder Webseiten erledigt man komplett auf dem Außendisplay. Aufgeklappt zeigt sich ein faltbares OLED mit 7,95 Zoll und 2352 × 2172 Pixeln, geschützt durch das neue HONOR UTG Glass. Bei frontaler Betrachtung ist die Falz so dezent, dass man sie bewusst suchen muss; erst beim Darüberstreichen spürt man das Scharnier leicht. Innen- und Außendisplay liefern beide ansprechende Farben, die HDR-Spitzenhelligkeit liegt bei 6000 nits außen und 5000 nits innen – auch im Sonnenlicht bleibt alles gut ablesbar.





Das Beste an Foldables ist das große Display für Multitasking. Das Magic V6 unterstützt Split-Screen links/rechts, schwebende Fenster sowie eine Funktion zum geteilten Display durch leichtes Knicken. Wenn man das Innendisplay nutzt, genügt ein leichtes Biegen des Scharniers, um in den Split-Modus zu wechseln. Im Alltag nutze ich es, um Claude Code zum Programmieren geöffnet zu lassen und dabei die Ausgabe im Blick zu behalten – auf 7,95 Zoll lässt sich bequem tippen, selbst wenn das Gerät auf einer Autohalterung montiert ist, das Erlebnis kommt an einen kleinen Tablet-PC heran.


Snapdragon 8 Elite Gen 5 + 16 GB + 16 GB, auch im Foldable leistungsstark genug
Bei der Hardware kommt der Snapdragon 8 Elite Gen 5 mit acht Kernen in Kombination mit der Adreno 840 zum Einsatz, dazu 16 GB RAM, und es lassen sich zusätzlich 16 GB virtueller Arbeitsspeicher über Honor RAM Turbo zuweisen, wodurch Multitasking-Wechsel äußerst flüssig laufen. In den Einstellungen ist zu sehen, dass das Gerät MagicOS 10 (Android 16) ausführt und mit dem HONOR-C1+-HF-Chip sowie dem HONOR-E2-Energieeffizienz-Chip ausgestattet ist. Bei der 512-GB-Version bleiben nach Abzug des vom System belegten Speichers real 358 GB übrig, sodass man auf Reisen nicht bei Videos und Fotos sparen muss.




Die KI-Funktionen des Systems sind recht umfangreich. Auf der Honor-AI-Seite finden sich AI Suggestions, AI Button (die Power-Taste lässt sich als KI-Taste nutzen), AI Memories, Magic Portal, Magic Sidebar, Magic Text, AI Subtitles, AI Translate, Call Translation und AI Writing. In Hongkong lässt sich Gemini ohne VPN nutzen, was äußerst praktisch ist. Besonders praxisnah ist die AI Deepfake & Voice Cloning Detection: Bei Videoanrufen kann das Gerät lokal analysieren, ob die gegenüberliegende Person Face-Swap oder Stimmmanipulation einsetzt – hilfreich zum Schutz vor Betrug.


6660 mAh Silizium-Kohlenstoff-Akku – reicht auch beim Foldable für über einen Tag
So dünn das Gehäuse ist, passt dennoch ein 6660-mAh-Akku mit Silizium-Kohlenstoff-Anode hinein, und die Akkulaufzeit ist entsprechend ausdauernd. Bei einem Tag mittlerer Nutzung mit ca. 3 Stunden und 38 Minuten aktivem Display blieb am Ende noch ein Restakku übrig. Selbst wenn man den ganzen Tag über das Innendisplay zum Videoschauen und Fotografieren nutzt, muss man sich um mehr als einen Tag keine Sorgen machen. Beim Laden werden 80W HONOR SuperCharge per Kabel und 66W schnelles kabelloses Laden unterstützt; das mitgelieferte 80W-Netzteil lädt zügig genug auf, sodass man auch bei leerem Akku nicht lange warten muss.

Dreifach-Kamera im Praxistest: Hauptlinse klar, Tele weit genug, Nachtaufnahmen stabil
Die rückseitige Kamera besteht aus einer 50-Megapixel-Ultraweitwinkellinse (f/2.2) + 50-Megapixel-Hauptkamera (f/1.6, OIS) + 64-Megapixel-Tele (f/2.5, OIS), unterstützt 3-fach optischen und 100-fachen digitalen Zoom, dazu je eine 20-Megapixel-Frontkamera für Innen- und Außendisplay. Die herausziehbare Symbolleiste der Kamera-App ist einfach zu bedienen, und es gibt Modi wie Magic Pose, Dual-View, Supermakro, hochauflösende Aufnahme und Bühnenmodus. Beim Fotografieren mit einem Foldable hat man zudem einen Vorteil: Man kann das Gehäuse aufgeklappt als Stativ nutzen oder das Außendisplay als Sucher für Selfies verwenden.


Bei Tageslicht ist die Hauptlinse klar und bietet einen hohen Dynamikumfang mit natürlichen, ansprechenden Farben. Bei dieser Tagesaufnahme vom Kai Tak bleiben die Schichtung der Wolken an einem bewölkten Tag, die fernen Gebäude und die Spiegelungen auf dem Wasser detailreich erhalten.

Am Telebrennweitenende ist die Aufnahme sowohl bei 3-fach optisch als auch bei 6-fach aus der Hand stabil, unterstützt durch OIS und Kompositionshilfen. Bei dieser Teleaufnahme eines Sonnenuntergangs geht die Sonne zwischen den Gebäuden unter, und die Lichter werden gut kontrolliert, ohne auszufressen.

Nahaufnahmen von Essen sind die Stärke der f/1.6-Hauptlinse: Der Glanz der Brühe, die Maserung des Chashu und das weiche Ei der Ramen-Schüssel werden alle eingefangen. Aufnahmen von oben und 2-fache Nahaufnahmen haben jeweils ihren eigenen Reiz.

Schwaches Licht und Nachtaufnahmen sind der Bereich, in dem die Bildqualität eines Foldables am meisten auf die Probe gestellt wird. Bei diesem Magic V6 wird das Bildrauschen bei Nachtaufnahmen gut unterdrückt, und die Details in den dunklen Bereichen bleiben ordentlich erhalten. Die belebte Nachtstraße in Tsim Sha Tsui mit roten Taxis, Bussen und Neonschildern ist klar erkennbar.

Eine Reihe von Nachtszenen in Disneyland zeigt die Nachtaufnahmeleistung am deutlichsten: Blaue Nachtstimmung am Schloss, rote Projektionen, Regenbogen-Laser und Feuerwerk – die Farben sind kräftig, ohne dass die Lichter überbelichtet werden, und Details bei Personenmengen und am Schloss bleiben erhalten.




Bei Innen- und Porträtszenen überzeugt die Kombination aus f/1.6 großer Blende und hohem ISO. Innenaufnahmen im Themenrestaurant, Dinosaurier-Figuren und extreme Nahaufnahmen von grünen Blättern werden detailreich abgebildet.



Die anspruchsvollste Telezoom-Momentaufnahme ist die Toy Story-Bühnenshow und die Monsters, Inc.-Szene in Disneyland: dunkle Umgebung, schnelle Bewegungen der Darsteller, durchgehend aus der Hand mit 140mm eingefangen – Jessie, Woody, Sulley und Mike werden alle scharf eingefroren, selbst die Verfolgungsszene bei ISO 3200 ist noch verwendbar.




Alltägliche Motive wie Minions-Werbung in MTR-Waggons oder in Parkhäusern zeigen, dass die Hauptkamera im Alltag zuverlässig und praxistauglich ist.



Praxiserfahrung
Nach einer vollen Woche Nutzung ist der stärkste Eindruck: „Ein Foldable fühlt sich endlich wie ein normales Handy an." Zusammengeklappt 219 g und 8,75 mm – das Außendisplay lässt sich im Alltag bequem einhändig nutzen. Für mehr Bildfläche klappt man das 7,95-Zoll-Innendisplay auf, um Videos zu schauen, mit Claude Code zu programmieren oder zwei Apps per Splitscreen parallel laufen zu lassen – genug Platz für Arbeit und Unterhaltung. Der Snapdragon 8 Elite Gen 5 mit 16 GB (+16 GB Turbo) meistert Multitasking flüssig, MagicOS 10 unterstützt Gemini und ist in Hongkong ohne VPN nutzbar. Der 6660-mAh-Akku ist ausdauernd, 80 W Schnellladen füllt ihn zügig nach. Die Triple-Kamera deckt von Ultraweitwinkel bis 100-fach-Zoom alles ab, Tagesaufnahmen sind klar, Nacht- und Bühnen-Teleaufnahmen ebenfalls ordentlich. IP68 und IP69 sowie ein verstärktes Scharnier nehmen viele Haltbarkeitsbedenken bei Foldables.
Lohnt sich der Kauf?
Das HONOR Magic V6 konkurriert in dieser Generation nicht mehr nur um die geringste Bauhöhe, sondern legt auf Basis von Leichtigkeit und Schlankheit noch eine Schippe bei Robustheit, Akkulaufzeit und Kamera drauf. 4 mm aufgeklappt, 219 g, 6660 mAh großer Akku, Flaggschiff-Chip, umfassende KI sowie IP68/IP69 – bei den großen Foldables ist es in jeder Hinsicht ausgewogen. Wer ein Foldable-Flagschiff sucht, das sich im Alltag wie ein herkömmliches Smartphone nutzen lässt und bei Bedarf zum kompakten Tablet wird, sollte es im Blick behalten. Einziger Wermutstropfen ist der Preis: Die 512-GB-Version startet bei HK$13.999, durch gestiegene Foldable-Kosten liegt die Einstiegshürde höher als früher – doch Hardware und Nutzererlebnis rechtfertigen diesen Preis. Wer das Budget hat und ein Gerät möchte, das Einhand-Komfort und Produktivität auf dem großen Bildschirm vereint, findet im Magic V6 derzeit eine äußerst wettbewerbsfähige Option auf dem Hongkonger Markt.
Pro und Contra des HONOR Magic V6
Vorteile
- Schneeweiß-Version: 8,75 mm gefaltet, 4,0 mm aufgeklappt, 219 g – das Foldable liegt fast wie ein herkömmliches Smartphone in der Hand
- 6660-mAh-Silizium-Kohlenstoff-Akku mit langer Laufzeit, plus 80 W kabelgebundenes / 66 W kabelloses Schnellladen
- Snapdragon 8 Elite Gen 5 mit 16 GB (+16 GB Turbo), genug Leistung für Multitasking und Gaming
- 7,95-Zoll-Innendisplay mit dezenter Falte und langlebigem UTG, Splitscreen und schwebende Fenster machen Multitasking vielseitig
- Triple-Kamera von Ultraweitwinkel bis 100-fach-Zoom, Tagesaufnahmen klar, Nacht- und Teleaufnahmen stabil
- IP68 und IP69 gegen Wasser und Staub, deutlich erhöhte Haltbarkeit; Gemini in Hongkong ohne VPN nutzbar
Nachteile
- 512-GB-Version ab HK$13.999, Einstiegshürde für ein Foldable höher als bisher
- Die Kamera verzichtet zugunsten des schlanken Gehäuses auf einen größeren Bildsensor, die Hardware-Spezifikationen sind daher etwas konservativ
- Snow White ist am leichtesten (219 g), die übrigen Farbvarianten wiegen 224 g und sind 0,05 mm / 0,1 mm dicker
Produktinformationen auf einen Blick
- Produktname: HONOR Magic V6 (Snow White)
- Preis: HK$13.999 (16 GB + 512 GB) / HK$15.699 (16 GB + 1 TB)
- Prozessor: Snapdragon 8 Elite Gen 5, Octa-Core, Adreno 840
- Display: innen 7,95 Zoll 2352×2172 OLED / außen 6,52 Zoll 2420×1080 OLED
- Kamera: 50 MP Ultraweitwinkel + 50 MP Weitwinkel OIS + 64 MP Tele OIS; Front 20 MP × 2
- Akku: 6660 mAh, 80 W kabelgebunden / 66 W kabellos; IP68 & IP69
- System: MagicOS 10 (Android 16)
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