【Unboxing-Test】Ray-ban Meta Gen 3 vs. Gen 2: Lohnt sich das Upgrade für Bestandsnutzer? Wie groß sind die Hardware-Unterschiede? Was ändert sich in der Praxis? Deutlich bessere Videoaufnahmen?

·von TechRitual Editorial·Aktuelle Nachrichten
【Unboxing-Test】Ray-ban Meta Gen 3 vs. Gen 2: Lohnt sich das Upgrade für Bestandsnutzer? Wie groß sind die Hardware-Unterschiede? Was ändert sich in der Praxis? Deutlich bessere Videoaufnahmen?

Die dritte Generation der Ray-Ban Meta ist endlich in Hongkong erhältlich. Für alle, die bereits die zweite Generation nutzen, stellt sich die praktischste Frage: Lohnt sich ein Upgrade, wenn die eigene Brille noch einwandfrei funktioniert? Auf den ersten Blick wirken die beiden Generationen ähnlich, und beide verwenden dieselbe Meta AI App. Doch sobald man sie tatsächlich aufsetzt, damit filmt und die Einstellungen ausprobiert, fallen zahlreiche Detailänderungen auf. In diesem Test stellen wir die zweite und die dritte Generation direkt gegenüber – von der Garantie über Design und Tragegefühl, Kamera, Videoaufnahme, Tastenbedienung und Klang bis hin zu Akkulaufzeit und Zubehör – und gehen jeden Punkt einzeln durch, damit ihr selbst entscheiden könnt, ob sich das Upgrade lohnt.

Offizielle Ware mit Garantie, bei Defekt wird getauscht

Zunächst ein Punkt, der vielen beim Kauf einer Smart Brille die größten Sorgen bereitet: die Garantie. Bisher haben viele Nutzer in Hongkong die Ray-Ban Meta über Graumarkt- oder Auslandskanäle bezogen, und bei Problemen wurde die Reparatur schnell mühsam – man musste sie möglicherweise ins Ausland schicken, oder es gab schlicht keine Lösung. Die dritte Generation ist in Hongkong nun offizielle Ware mit offizieller Garantie und kann bei einem Defekt direkt getauscht werden. Für eine Brille, die man täglich im Gesicht trägt und die elektronische Bauteile enthält, ist das ein durchaus wichtiger Punkt. Allein deswegen entscheiden sich viele für die dritte Generation.

  • Offizielle Ware in Hongkong
  • Offizielle Garantie
  • Bei Defekt Austausch möglich

Design: glänzende Oberfläche, dünnere Bügel

Stellt man beide Generationen nebeneinander, fällt zuerst die Oberflächenbehandlung auf. Die zweite Generation ist matt, die dritte setzt auf eine glänzende Oberfläche, wirkt dadurch brillanter und kommt der Haptik einer klassischen Ray-Ban näher. Ein weiterer deutlicher Unterschied sind die Bügel. Laut offiziellen Angaben ist die Bügelhöhe der dritten Generation um etwa 1 Millimeter und die Dicke um etwa 0,3 Millimeter reduziert. Die Zahlen klingen minimal, doch nimmt man sie in die Hand und setzt sie auf, wirkt die dritte Generation deutlich weniger klobig und von der Seite betrachtet weniger nach „Tech-Produkt" – eher wie eine ganz normale Brille.

Ray-Ban Meta dritte Generation vs. zweite Generation im Test
Ray-Ban Meta dritte Generation vs. zweite Generation im Test

Beim Tragekomfort wurden auch die Nasenauflagen der dritten Generation verbessert und stärker auf Asian Fit ausgelegt. Da die Nasenwurzel bei Asiaten im Schnitt niedriger ist, rutschen Brillen westlicher Modelle bisher leicht oder drücken auf die Wangen; die dritte Generation sitzt enger am Gesicht und stabiler. Auch die Auswahl an Fassungen ist größer als zuvor, und es lassen sich direkt Korrektionsgläser einsetzen, mit mehr Auswahl bei den Gläsern. Wer im Alltag eine Brille braucht, muss sich also keine andere Lösung mehr suchen. Die dritte Generation verwendet zudem flexible Bügelüberzüge, die sich besser an die Kopfform anschmiegen. Der Hersteller weist allerdings darauf hin, dass diese Überzüge nur von Hand justiert werden dürfen, nicht mit Hitze angepasst und nicht nach innen gebogen werden sollten. Beim Optiker sollte man das beim Anpassen klar sagen.

  • Dritte Generation glänzend, zweite Generation matt
  • Bügelhöhe um etwa 1 mm, Dicke um etwa 0,3 mm reduziert
  • Nasenauflagen stärker auf Asian Fit ausgelegt
  • Mehr Fassungen, direkt mit Korrektionsgläsern möglich
  • Flexible Bügelüberzüge, nur von Hand justierbar
Ray-Ban Meta dritte Generation vs. zweite Generation im Test

Deutlich kleinere Kamera

Das häufigste Thema bei Smart Brillen ist die auffällige Kamera im Gesicht: Sie erregt draußen Aufmerksamkeit und kann sogar Unbehagen auslösen. Hier hat die dritte Generation deutlich nachgebessert: Die Öffnung für Kamera und LED ist um 36 % kleiner als bei der zweiten Generation. Stellt man beide nebeneinander, sieht man sofort, dass der Kameraring der zweiten Generation recht auffällig ist, während er bei der dritten stark verkleinert und in das Fassungsdesign integriert wurde. Draußen fällt sie dadurch weniger auf und wirkt insgesamt eher wie eine normale Sonnenbrille. Bei den Kameradaten bleibt es bei 12 Megapixel Ultraweitwinkel, Videos sind in bis zu 3K Ultra HD möglich – die Bildqualität leidet durch die kleinere Kamera nicht.

  • Kamera- und LED-Öffnung 36 % kleiner
  • 12 Megapixel Ultraweitwinkel
  • Videos in bis zu 3K Ultra HD
Ray-Ban Meta dritte Generation vs. zweite Generation im Test
Ray-Ban Meta dritte Generation vs. zweite Generation im Test

Videoaufnahme: bis zu 5 Minuten, deutlich bessere Stabilisierung

Müsste man die größte Verbesserung dieses Updates benennen, dann ist es zweifellos die Videoaufnahme. Bei der zweiten Generation dauert jeder Clip maximal 3 Minuten; beim Bummeln, auf Reisen oder bei einer Show hörte die Aufnahme oft mittendrin auf und man musste erneut drücken. Die dritte Generation hebt das Limit auf 5 Minuten an, wählbar in der App: 1 Minute, 3 Minuten oder 5 Minuten. Der Sprung von 3 auf 5 Minuten ist groß, und für den Alltag reicht es praktisch immer, um beim Gehen durchgehend zu filmen, ohne ständig einen Abbruch mitten im Clip befürchten zu müssen.

Bei der Bildqualität lässt sich bei der dritten Generation zwischen dem Standard 1080p 30fps, hoher Bildrate mit 1080p 60fps oder hoher Auflösung mit 3K 30fps wählen. Wer viel Bewegung und ein flüssigeres Bild möchte, greift zu 60fps; wer mehr Details will, wählt 3K. Der Hersteller weist jedoch darauf hin, dass Auflösung und Bildrate die Akkulaufzeit, den Speicherplatz und die Aufnahmelänge beeinflussen – hier muss man je nach Bedarf abwägen.

Auch die Stabilisierung wurde deutlich verbessert. Bei der dritten Generation gibt es vier Stufen zur Auswahl: Automatisch, Niedrig, Mittel und Hoch. Niedrig behält das Bewegungsgefühl bei und entfernt nur größere Wackler; Mittel stabilisiert teilweise und richtet das Bild horizontal aus; Hoch bietet die gleichmäßigste Stabilität; Automatisch wählt je nach Dynamik des Videos selbst. Im Test mit laufender Aufnahme war das Bild der dritten Generation spürbar stabiler. Zu beachten ist, dass Videos weiterhin im Hochformat 9:16 aufgenommen werden – daran hat sich nichts geändert, und 4:3 gibt es nicht. Wer Querformat filmen will, muss diese Einschränkung akzeptieren.

  • Videolänge von 3 auf 5 Minuten erhöht
  • Wählbar: 1080p 30fps, 1080p 60fps oder 3K 30fps
  • Vier Stabilisierungsstufen, deutlich verbessert
  • Weiterhin Hochformat 9:16, kein 4:3
Ray-Ban Meta dritte Generation vs. zweite Generation im Test
Ray-Ban Meta dritte Generation vs. zweite Generation im Test
Ray-Ban Meta dritte Generation vs. zweite Generation im Test

Neu: Zeitraffer und Zeitlupe

Neben normalen Fotos und Videos bietet die dritte Generation weitere Aufnahmemodi und damit mehr Möglichkeiten als die zweite. Der automatische Zeitraffer komprimiert lange Szenen zu kurzen, teilbaren Clips – ideal für Sonnenuntergänge, Wanderungen oder Reiseaufnahmen. Die Zeitlupe zeichnet mit 4-facher Verlangsamung auf und macht bei Kindern, Haustieren oder Sport Spaß. Die automatische Erfassung schießt von sich aus Fotos von wichtigen Dingen in der Umgebung, ohne dass man überlegen muss, wann man drücken soll. Alle diese Modi lassen sich auf die Aktionstaste legen und sind dann mit einem Druck verfügbar.

  • Automatischer Zeitraffer
  • 4-fache Zeitlupe
  • Automatische Erfassung
Ray-Ban Meta dritte Generation vs. zweite Generation im Test

Eine zusätzliche Aktionstaste mit anpassbaren Funktionen

Beide Generationen nutzen dieselbe Meta AI App mit identischer Oberfläche, doch die dritte Generation bietet mehr nutzbare Funktionen. Die praktischste Änderung ist eine zusätzliche Aktionstaste am rechten Bügel, deren Funktion sich frei belegen lässt – mit mehr Auswahlmöglichkeiten als zuvor. In der App lässt sie sich als Meta AI, für andere Aufnahmemodi, Musik, Barrierefreiheit oder zum Stummschalten bzw. Aufheben der Stummschaltung während eines Anrufs einstellen; wer sie nicht braucht, kann sie auch auf keine Funktion setzen.

Ist sie als Meta AI belegt, kann man mit einem Druck die Brille nach dem fragen, was man gerade sieht, Informationen abrufen oder die Brille steuern – ohne „Hey Meta" sagen zu müssen, was in der Öffentlichkeit viel natürlicher wirkt. Noch praktischer sind eigene Prompts: Man schreibt vorab eine häufig genutzte Frage und kann sie danach ohne Sprechen und ohne Tippen mit einem Tastendruck direkt an Meta AI senden. Für Nutzer, die immer wieder dieselbe Art von Frage stellen, ist das sehr nützlich.

  • Beide Generationen nutzen dieselbe Meta AI App
  • Neue Aktionstaste am rechten Bügel
  • Belegbar mit Meta AI, Aufnahmemodi, Musik, Barrierefreiheit, Anruf-Stummschaltung
  • Eigene Prompts möglich, per Tastendruck gesendet
Ray-Ban Meta dritte Generation vs. zweite Generation im Test
Ray-Ban Meta dritte Generation vs. zweite Generation im Test

Klang: Spatial Audio, Lautsprecher etwas lauter

Beim Klang bietet die dritte Generation zusätzlich Spatial Audio. Bei der Wiedergabe lässt sich zwischen Stereo und Spatial Audio wählen, was beim Filmschauen und in unterstützten Apps für ein besseres, räumlicheres Klangbild sorgt. Hinzu kommt eine adaptive Lautstärke, die die Brillenlautstärke automatisch an die Umgebung anpasst – beim Weg von einem stillen Raum auf eine laute Straße muss man nicht selbst ständig nachregeln. Laut Hersteller zeichnet die adaptive Lautstärke keine Audiodaten auf und speichert sie nicht.

Bei den Lautsprechern war die dritte Generation im Test etwas lauter und klang etwas besser. Im direkten Vergleich beider Brillen merkt man den Unterschied, aber ehrlich gesagt ist er nicht riesig – wer nur Musik hört und telefoniert, wird deswegen kaum wechseln. Bei der Aufnahme gibt es dagegen echte Fortschritte: Die Zahl der Mikrofone steigt von 5 bei der zweiten auf 6 bei der dritten Generation, kombiniert mit fortschrittlicher Windgeräuschunterdrückung. Beim Telefonieren draußen oder bei Wind versteht die Gegenseite einen deutlich besser.

  • Neu: Spatial Audio, bessere Effekte in unterstützten Apps
  • Adaptive Lautstärke
  • Lautsprecher etwas lauter und klangvoller
  • Mikrofone von 5 auf 6 erhöht
Ray-Ban Meta dritte Generation vs. zweite Generation im Test

Längere Akkulaufzeit, Brillenetui universell

Laut Hersteller ist die Energieeffizienz der dritten Generation höher: Eine Ladung reicht für bis zu 9 Stunden, bei der zweiten Generation sind es bis zu 8 Stunden. Beim zusätzlichen Akku des Ladeetuis kommt die dritte Generation auf bis zu 50 Stunden, die zweite auf 48 Stunden. Die Unterschiede sind zahlenmäßig nicht groß, doch wer die Brille häufig zum Filmen und für Meta AI nutzt, für den hilft die zusätzliche Stunde ganz praktisch – man muss sich an einem Ausflugstag nicht so schnell Sorgen um den Akku machen. Eine weitere gute Nachricht: Beide Generationen verwenden dasselbe Brillenetui, das Etui der zweiten Generation passt auch für die dritte. Wer ein Ersatzetui hat oder beide Brillen abwechselnd nutzen will, muss das Zubehör nicht neu kaufen.

  • Akkulaufzeit 9 Stunden pro Ladung, gegenüber 8 Stunden bei der zweiten Generation
  • Ladeetui zusätzlich 50 Stunden, gegenüber 48 Stunden
  • Brillenetui für beide Generationen kompatibel

Meta AI in Hongkong ohne VPN

Für Nutzer in Hongkong gibt es noch eine wichtige Änderung: Meta AI lässt sich dort inzwischen nutzen, ein VPN ist nicht mehr nötig. Früher waren viele auf ein VPN angewiesen, um die Meta AI Funktionen zu nutzen – die Einrichtung war umständlich und instabil. Jetzt genügt die direkte Verbindung mit der Meta AI App. Von dieser Änderung profitieren beide Generationen, die KI-Funktionen sind also kein Grund für ein Upgrade. Die wirklichen Unterschiede zwischen den beiden Generationen liegen vor allem im Hardwaredesign, der Videoaufnahme und der Tastenbedienung.

  • Meta AI in Hongkong direkt nutzbar
  • Kein VPN nötig
  • Beide Generationen profitieren

Fazit: Sollten Nutzer der zweiten Generation upgraden?

Wer die zweite Generation vor allem zum Musik hören, Telefonieren und für Fragen an Meta AI nutzt, muss nicht sofort wechseln. Die Verbesserungen bei Lautsprechern und Klang sind bei der dritten Generation nur gering, und den Vorteil, dass Meta AI in Hongkong ohne VPN funktioniert, genießt die zweite Generation ebenso.

Wer die Brille jedoch häufig zum Filmen nutzt, für den ist die dritte Generation ein echtes Upgrade: Videolänge von 3 auf 5 Minuten, deutlich stabilere Bildstabilisierung, neu Zeitraffer und Zeitlupe sowie eine frei belegbare Aktionstaste am rechten Bügel machen Filmen und Bedienung viel komfortabler. Rechnet man die kleinere Kamera, die dünneren Bügel, die stärker auf Asian Fit ausgelegten Nasenauflagen, die größere Auswahl an Fassungen und Gläsern sowie offizielle Garantie mit Austausch bei Defekt hinzu, ist das Gesamterlebnis ausgereifter als bei der zweiten Generation. Zudem gibt es in Hongkong derzeit nur die dritte Generation zu kaufen – wer ein neues Modell will, hat ohnehin keine Wahl zur zweiten Generation.

  • Vor allem Musik und Telefonie: kein Grund zur Eile
  • Häufiges Filmen: Upgrade lohnt sich
  • In Hongkong nur die dritte Generation erhältlich

Weiterlesen: Ray-Ban Meta der dritten Generation in Hongkong vorgestellt, Alle vier Ray-Ban Meta Modelle im Vergleich

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