Die Nothing Ear (3a) ist in Hongkong für HK$799 erhältlich und der Nachfolger der Ear (a) – also die günstigere Variante des Flaggschiffs Ear (3) (HK$1.399). HK$600 günstiger, doch das Datenblatt zeigt kaum Abstriche: 12-mm-Dynamiktreiber, adaptive aktive Geräuschunterdrückung mit 45 dB, LDAC, Bluetooth 6.0 und obendrein eine Gesprächsaufnahmefunktion, die in dieser Klasse selten ist. In dieser Ausgabe haben wir die gelbe Variante in der Hand und schauen im Unboxing, was man für HK$799 tatsächlich bekommt.

Produktspezifikationen
- Treibereinheit: 12-mm-Dynamiktreiber / 32 Ω, PMI- + TPU-Membran
- Frequenzgang: 20 Hz – 40.000 Hz
- Aktive Geräuschunterdrückung: Adaptive aktive Geräuschunterdrückung, Tiefe 45 dB, Frequenzbereich 40 – 5.000 Hz
- Mikrofone: Insgesamt 6, je Seite 3 (3 MEMS-Mikrofone + ENC-Gesprächsgeräuschunterdrückung)
- Bluetooth-Version: Bluetooth 6.0, Reichweite 15 Meter, unterstützt Dualverbindung
- Codecs: SBC, AAC, LDAC (LDAC- und Hi-Res-zertifiziert)
- Wiedergabedauer (AAC): 10 Std. ohne ANC / 6 Std. mit ANC; mit Ladecase 42 Std. / 25 Std.
- Wiedergabedauer (LDAC): 6 Std. ohne ANC / 4,5 Std. mit ANC; mit Ladecase 28 Std. / 20 Std.
- Gesprächszeit: 6 Std. ohne ANC / 4,5 Std. mit ANC; mit Ladecase 25 Std. / 18 Std.
- Akkukapazität: Ohrhörer 55 mAh, Ladecase 500 mAh
- Laden: USB Type-C kabelgebunden, vollständige Ladung in 70 Minuten; Schnellladen 5 Minuten für 1 Stunde Wiedergabe (ohne ANC); Ohrhörer inkl. Case 10 Minuten laden für 10 Stunden Wiedergabe (ohne ANC)
- Staub- und Wasserschutz: Ohrhörer und Ladecase jeweils IP54
- Maße / Gewicht der Ohrhörer: 31,2 × 21,7 × 24 mm / 4,53 g
- Maße / Gewicht des Ladecase: 64,8 × 48,95 × 22,8 mm / 40,92 g
- Weiteres: Google Fast Pair, Microsoft Swift Pair, Low-Latency-Modus, statischer Spatial Audio, individueller Equalizer
- Lieferumfang: Ohrhörer ×2, Ladecase ×1, Ohrstöpsel in 4 Paaren, Sicherheitshinweise und Garantieinformationen sowie Benutzerhandbuch ×1
- Farben: Schwarz, Weiß, Gelb, Rosa
- Preis: HK$799
Unboxing: Einmal an der gelben Lasche ziehen und schon ist es offen
Die Verpackung folgt dem gewohnten Nothing-Stil: Auf der Schachtel steht in Punktschrift ear (3a), dazu ein roter Punkt. Die gesamte Box ist gelb, passend zu den Ohrhörern innen. An der Seite befindet sich eine Lasche – einfach ziehen und die Verpackung öffnet sich.

Darunter befindet sich eine weiße Innenbox mit einem geöffneten Fenster, durch das man direkt das Ladecase sieht – auf dem Case stehen der Schriftzug und das Symbol NOTHING X APP. Schon vor dem Auspacken ist klar, dass man die App installieren soll.

Alles auf einen Blick ausgebreitet: das Ladecase (mit bereits eingesetzten Ohrhörern), eine Reihe Ersatzohrstöpsel – zusammen mit den bereits montierten sind es insgesamt 4 Paare. Ein USB-C-Kabel liegt nicht bei.

透明er Rahmen: Sieht gut aus, ist aber im Weg
Das Ladecase ist diesmal der meistdiskutierte Teil. Es besteht aus einem gelben Kern, der von einem dicken transparenten Rahmen umschlossen wird. Nothing erklärt, die Inspiration stamme von Tablettenblistern – dieses Gefühl, wenn eine Pille in der Blisterverpackung steckt. Auf dem Schreibtisch sieht es tatsächlich hübsch aus, der transparente Rahmen reflektiert das Licht und das Gelb sticht hervor.

Aber schon auf den Bildern erkennt man das Problem: Der eigentliche gelbe Teil, in dem die Earbuds sitzen, ist ziemlich klein – das zusätzliche Volumen geht auf das Konto des transparenten Rahmens. Die offiziellen Maße sind 64,8 × 48,95 × 22,8 mm bei 40,92 Gramm. Das Gewicht ist nicht hoch, aber bei gleichem Innenleben hätte das Case deutlich kompakter ausfallen können. Eine reine Designentscheidung.

Drei LED-Segmente, Magnetscharnier, IP54 auch fürs Case
Nimmt man die Earbuds heraus, werden die Details des Cases sichtbar: die gelbe Schale, zwei goldene Ladekontakte pro Seite, weiße Magnete und der schmale schwarze Schlitz an der linken Seite des Cases – dort befindet sich die LED.

Diese LED nutzt drei Pixel-Segmente zur Anzeige: Unter 20 % Akku leuchtet das untere Segment rot, zwischen 20 % und 30 % leuchtet es weiß, zwischen 30 % und 66 % leuchten das untere und mittlere Segment weiß, über 66 % leuchten alle drei weiß. Beim Laden füllen sich die Segmente von unten nach oben, beim Pairing blinken das obere und untere Segment weiß, während das mittlere abwechselnd blinkt. Eine stark vereinfachte Version der Glyph-Effekte der Phone-Serie.

Ein weiteres Detail, das leicht übersehen wird: Der IP54-Schutz gegen Staub und Wasser gilt sowohl für die Earbuds als auch für das Ladecase. Viele Konkurrenten in dieser Preisklasse schützen nur die Earbuds selbst – wird das Case nass, sieht man alt aus. Hier ist Nothing vorbildlich.
4,53 Gramm, transparenter Stiel mit Blick auf die Platine
Jeder Earbud wiegt nur 4,53 Gramm bei Maßen von 31,2 × 21,7 × 24 mm. Der Stiel zeigt Nothings signature transparente Design, durch das man die Platine und die Komponenten direkt sehen kann. Bei der gelben Version gibt es schwarze Stiele und gelbe Aufsätze – ein mutiger Farbkontrast. Der Schallausgang ist mit einem Gitter versehen.

Pairing mit Nothing X: Sofort nach dem Öffnen der Box
Wer Android nutzt, bekommt direkt beim Öffnen der Box Google Fast Pair angezeigt – ein Tipp auf Connect genügt, ohne manuell in die Bluetooth-Einstellungen gehen zu müssen. Offiziell wird auch Microsoft Swift Pair unterstützt.

Die Steuerung in der Nothing X App ist recht umfangreich: Die Geräuschunterdrückung ist in drei Stufen unterteilt – Low, Mid und High – plus ein adaptiver Adaptive-Modus; Transparency-Modus und Aus befinden sich ebenfalls auf derselben Seite; statisches Spatial Audio bietet nur die Optionen Fixed und Off (kein Head-Tracking); der Equalizer ist standardmäßig auf Balanced eingestellt; es gibt zudem einen Aufnahme-Einstieg, anpassbare Steuerung sowie einen Low-Latency-Modus.

LDAC aktivieren oder lieber lange Akkulaufzeit? Das offizielle Datenblatt hat die Wahl bereits getroffen
LDAC ist nicht standardmäßig aktiviert, man muss selbst unter „High-quality audio" die Auswahl treffen. Und der Preis dieser Entscheidung ist im offiziellen Datenblatt klar aufgeführt:

Mit AAC sind es 10 Stunden ohne ANC und 42 Stunden mit Ladecase; sobald man auf LDAC umschaltet, sinkt die Laufzeit auf 6 Stunden bzw. 28 Stunden mit Case. Werden LDAC und ANC gleichzeitig aktiviert, bleiben nur noch 4,5 Stunden und 20 Stunden mit Case übrig – von 42 auf 20 Stunden, also mehr als die Hälfte weniger. Ob hohe Auflösung oder ein ganzer Tag Nutzung: Nothing tut nicht so, als ließe sich beides vereinen, die Zahlen sprechen für sich.
Statisches Spatial Audio: Bei kantonesischen Songs lieber auslassen
Auf der Hauptseite der Nothing X App ist statisches Spatial Audio genauso prominent platziert wie die Geräuschunterdrückung, mit nur zwei Schaltern – Fixed und Off – und ohne Head-Tracking.
Nach unserem Test ist unsere Empfehlung ganz direkt: besser auslassen. Besonders bei kantonesischen Songs passt es überhaupt nicht – lieber wieder auf Off stellen. Für diese Preisklasse ist das Feature ein nettes Extra, aber kein Grund zum Kauf.
Anrufaufnahme: Beide Stiele gedrückt halten und die Aufnahme startet
Die Ear (3a) verfügen über eine in dieser Klasse seltene Funktion – die Anrufaufnahme. Während eines Anrufs genügt es, beide Stiele gleichzeitig gedrückt zu halten, um die Aufnahme zu starten. Die fertige Aufnahme wird mit der Nothing X App synchronisiert, wo sie wiedergegeben, geschnitten und in Text umgewandelt werden kann.
Zu Beginn der Aufnahme ertönt ein Hinweiston, der alle Gesprächsteilnehmer informiert – ein klares Signal in puncto Datenschutz.
Bewertung
Für HK$799 lässt das Datenblatt kaum Raum für Kritik: 12 mm dynamischer Treiber, 45 dB adaptive Geräuschunterdrückung, LDAC High-Resolution, Bluetooth 6.0, mit 4,53 g pro Seite eine der leichtesten in dieser Klasse, und IP54, das sogar das Ladecase einschließt. Im Vergleich zum Flaggschiff Ear (3) ist sie HK$600 günstiger, doch auf dem Papier ist kaum ein Unterschied erkennbar.
Kritisieren lässt sich an zwei Stellen. Einerseits der transparente Rahmen – rein optisch, wodurch das Case unnötig groß ausfällt und kein Wireless Charging bietet, sondern nur USB-C. Andererseits die Wahl zwischen LDAC und Akkulaufzeit: bei vollem Einsatz sinkt die Laufzeit von 42 auf 20 Stunden, weshalb man sich vor dem Kauf klar machen sollte, wie man die Kopfhörer tatsächlich nutzt.
Das statische Spatial Audio sollte man besser auslassen, besonders bei kantonesischen Songs passt es überhaupt nicht – lieber wieder auf Off stellen. Das ändert jedoch nichts am Preis-Leistungs-Verhältnis, denn niemand kauft Kopfhörer wegen dieses Features.
Nothing Ear (3a) Vorteile
- Für HK$799 gibt es einen 12-mm-Treiber, LDAC High-Resolution und 45 dB adaptive Geräuschunterdrückung – auf dem Papier kaum ein Unterschied zum Flaggschiff.
- IP54-Staub- und Wasserschutz sowohl für die Ohrhörer als auch für das Ladecase, anders als bei vielen Konkurrenten, die nur die Ohrhörer schützen.
- Mit 4,53 g pro Seite gehört sie zu den leichteren Modellen ihrer Klasse.
- Bluetooth 6.0 mit 15 Metern Reichweite, Dual Connection sowie Google/Microsoft Fast Pair – beim Öffnen der Box sofort verbunden.
- Anrufaufnahmen sind in dieser Preisklasse selten, und ein Hinweiston informiert die Gegenseite über die laufende Aufnahme.
- Vier Farben zur Auswahl, transparente Stiele und kontrastierende Silikonaufsätze sorgen für hohen Wiedererkennungswert.
Nothing Ear (3a) Nachteile
- Der transparente Ring außen am Lade-Case ist rein dekorativ und lässt das Case größer als nötig wirken.
- Kein kabelloses Laden, nur USB-C.
- Mit aktiviertem LDAC sinkt die Akkulaufzeit von 10 auf 6 Stunden, mit Case von 42 auf 28 Stunden; LDAC zusammen mit ANC ergibt nur 20 Stunden.
- Das räumliche Audio im stationären Modus klingt im Praxistest unpassend, besonders für kantonesische Musik ist es nicht empfehlenswert, und es gibt kein Head-Tracking.
- Im Lieferumfang ist kein USB-C-Ladekabel enthalten.
Produktinformationen auf einen Blick
Nothing Ear (3a)
Preis: HK$799
Farben: Schwarz, Weiß, Gelb, Rosa
Lieferumfang: Ohrhörer ×2, Lade-Case ×1, Ohrstöpsel ×4 Paar, Sicherheits- und Garantiehinweise sowie Bedienungsanleitung ×1
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