In letzter Zeit hat die Presse Apple’s globalen iPhone Produktmarketing-Vizepräsidenten Kai-An Drance sowie den Apple Engineering-Vizepräsidenten und Leiter der fortschrittlichen Technologien, Cheng Zongjian, interviewt. Letzterer ist seit langem an der Entwicklung der grundlegenden Hardware-Technologien von Apple beteiligt und ist derzeit für Schlüsseltechnologien wie Basisband, Display und Kamera zuständig. Im Zusammenhang mit Apples erstem faltbaren Smartphone, dem iPhone Duo, teilten die beiden ihre Designideen zu Aspekten wie Bildschirmverhältnis, Faltenbehandlung, Scharnierinteraktion und selbstentwickeltem Basisband.
Apple ist der Meinung, dass das zentrale Problem, das bei faltbaren Displays gelöst werden muss, das häufige „Verlustgefühl“ ist, das bei anderen Produkten auftritt: Der Bildschirm wird plötzlich größer, Tasten verschieben sich, die Seitenstruktur wird umgestaltet, und die Benutzerinteraktion wird unterbrochen, sodass die Nutzer ihre aktuelle Schnittstelle neu bewerten müssen. Daher verwendet das iPhone Duo ein Bildschirmverhältnis von etwa 1.414:1, wobei das Innen- und Außendisplay das gleiche Seitenverhältnis beibehalten. Der große Bildschirm wird beim Entfalten in zwei gleich große Fenster unterteilt, und der Inhalt wird beim Wechsel vom Außendisplay zum Innendisplay nahezu proportional vergrößert. Apple hat nicht einfach iPadOS in ein faltbares iPhone integriert, sondern eine Layout-Logik entwickelt, die zwischen dem traditionellen iPhone und dem iPad liegt – Dock, Anwendungsnavigation und Steuerelemente wurden an die Seiten des Bildschirms verschoben, und die „Dynamic Island“ wird erstmals vertikal angeordnet.
Designkonzept und technische Innovationen des Apple iPhone Duo
Apple wird auch spezielle Anpassungen für verschiedene native Anwendungen vornehmen und in den Entwicklerleitfäden betonen, dass es nicht erforderlich ist, feste Schnittstellen für das Schließen, Halboffene, Quer- und Hochformat zu entwerfen. Das System wird durch Size Classes und neue Arrangement Views automatisch entscheiden, wie der Inhalt je nach verfügbarem Platz nebeneinander, entfaltet oder überlagert wird.
In Bezug auf die Falten, die das größte Problem bei faltbaren Displays darstellen, ist Apples Wortwahl sehr zurückhaltend. Sie behaupten nicht, dass das iPhone Duo die Falten „eliminieren“ kann, sondern geben an, dass die Nanostruktur-Oberfläche Reflexionen reduzieren und die Sichtbarkeit der Falten verringern kann. Die Displaystruktur des Innendisplays von Duo besteht aus 10 Schichten ultradünnem Material, wobei sowohl oben als auch unten hochfestes Glas verwendet wird. An der Unterseite wurde eine Titanplatte hinzugefügt, und in der Mitte wird eine maßgeschneiderte Klebeschicht verwendet. Cheng Zongjian verriet, dass diese Titanplatte nur 120 Mikrometer dick ist und aus viertklassigem Titan besteht, während das Gehäuse von Duo aus einer noch stärkeren fünftklassigen Titanlegierung gefertigt ist.
Um sicherzustellen, dass die harte Titanplatte tausende von Biegungen übersteht, hat Apple im Faltbereich eine lasergravierte Struktur ähnlich „Schneidpapier“ verwendet, um die Spannung gleichmäßig über den gesamten Faltbereich zu verteilen.
Was die Scharniere betrifft, erfassen die Sensoren auf beiden Seiten von Duo in Echtzeit den Öffnungs- und Schließwinkel und übermitteln diese an den A20 Pro Chip und iOS 27. Das Scharnier wird somit nicht nur zu einem mechanischen Bauteil, sondern zu einem Eingabegerät des Betriebssystems. Apple hat Entwicklern auch eine API zur sofortigen Abfrage des Scharnierwinkels zur Verfügung gestellt. Cheng Zongjian gab ein Beispiel: Wenn das Gerät in einem bestimmten Winkel ist und die Touch-Interaktion der aktuellen Schnittstelle in diesem Winkel nicht mehr sinnvoll ist, wird die Software die ursprüngliche Schnittstelle wegschieben und neue Inhalte anzeigen. Außerdem kann das Licht, das von einer Seite des Displays ausgeht, bei bestimmten Faltwinkeln den Umgebungslichtsensor auf der anderen Seite stören. Da der A20 Pro den Scharnierwinkel kennt, kann er vorhersagen und die Anzeigesteuerung sowie die Sensorstärke anpassen.
Zukunftsausblick auf Apples selbstentwickelte Basisband-Technologie
Im Bereich Basisband plant Apple, 2025 das erste selbstentwickelte Mobilfunkbasisband C1 im iPhone 16e einzuführen, gefolgt von C1X. Das C2, das im iPhone Duo und iPhone 18 Pro Max verbaut ist, setzt diesen Weg fort. Cheng Zongjian betonte, dass ein Basisband niemals ein einzelner Chip ist, sondern ein komplettes System, das aus Chips, Firmware und Software besteht, und die Entwicklung von C1/C2 erfordert den Einsatz von Tausenden von Personen. Im Vergleich zu C1X bietet C2 eine maximale Uploadgeschwindigkeit von 50 % und eine Reduzierung des Energieverbrauchs um 15 %; basierend auf dem iPhone 17 Pro beträgt die Effizienzsteigerung des Mobilfunksystems, in dem C2 integriert ist, 35 %.
C2 aktiviert nur die Hardware, die für die aktuelle Aufgabe wirklich benötigt wird, und erstreckt die Kontrolle auf die Antenne. Das maschinelle Lernmodell wird zunächst auf einer großen Menge realer Daten trainiert und dann direkt auf dem Basisbandchip ausgeführt. Er betonte jedoch, dass AI/ML-Technologien kein Ersatz für bestehende datengestützte Algorithmen sind.
Artikel Spezifikationen Prozessor A20 Pro Bildschirmverhältnis 1.414:1 Basisband C2
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